Spotlight Sunday

Wir könnt ihr uns unterstützen?

Immer mal wieder werden wir gefragt, wie ihr uns am besten unterstützen könnt. Das finden wir sehr lieb und es gibt tatsächlich ein paar Dinge, über die wir uns sehr freuen würden.

  1. Kauft bei uns im Verlagsshop oder im stationären Buchhandel.

Wer seine Bücher über den Verlagsshop kauft, erhält immer auch exklusive Goodies dazu. Oftmals ist das ein vom Autor/der Autorin signierter Aufkleber, den ihr euch ins Buch kleben könnt. Lieferung am nächsten Tag können wir euch zwar nicht versprechen (außer bei E-Books, da erhaltet ihr das E-Book natürlich sofort nach Zahlungseingang), weil Büchersendungen manchmal ein paar Tage unterwegs sind. Aber ihr helft uns damit finanziell, weil wir so nicht den Großteil des Verkaufspreises an eine externe Verkaufsplattform abgeben müssen.

Oder bestellt das Buch in der Buchhandlung eurer Wahl. Auch das hilft uns, weil dann die Buchhändler auf uns aufmerksam werden und hoffentlich interessiert sind, unsere Bücher in ihr Programm aufzunehmen.

 

  1. Hinterlasst eine Rezension/Bewertung.

Damit andere Leser unsere Bücher entdecken können, muss es „sichtbar“ sein. Bestimmte Algorithmen zeigen ein Buch erst dann, wenn es eine gewisse Anzahl an Bewertungen hat. Inzwischen ist es recht einfach geworden, ein Buch zu bewerten, nicht mal eine Begründung ist erforderlich. Auch sehr wichtig: Natürlich muss eure Meinung ehrlich sein. Sosehr wir uns auch wünschen, dass unsere Bücher euch gefallen, sollte es einmal nicht so sein, freuen wir uns auch über ehrliches Feedback.

 

  1. Zeigt eure Buchschätze.

Unsere Bücher gefallen euch? Redet darüber. Ob auf Social Media oder mit euren Freunden, persönliche Weiterempfehlungen sind einfach das Allerbeste für Bücherwürmer.

 

  1. Redet mit uns.

Ihr habt Feedback, Vorschläge, Wünsche? Kontaktiert uns! Wir wollen hören, was euch bewegt, aber auch, womit wir euch im Merchandise-Shop eine Freude machen können.

 

  1. Leseproben

Und last but not least, wir haben immer einen Vorrat an gedruckten Leseproben inklusive Halter. Vielleicht habt ihr ja Lust, mal bei der Buchhandlung eures Vertrauens zu fragen, ob sie welche auslegen würden? Oder bei eurem Friseur, der Physiotherapie, dem Zahnarzt? (Quasi überall da, wo Leute warten und Zeit zum Lesen haben.) Selbstverständlich schicken wir euch gerne welche zu!

 

Habt ihr sonst noch Vorschläge und Ideen? Dann schreibt sie gerne in die Kommentare.

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Übersetzerin Silvia Fritz (“Deke – Was sich liebt, das checkt sich” von Eden Finley) zum Übersetzen von Wortspielen

Wortspiele, Witze, Gedichte: Kaum etwas ist so schwierig in eine andere Sprache zu transportieren wie ein Witz, der sich auf etwas bezieht, das es in der zielsprachlichen Kultur nicht gibt, oder eine Spielerei mit Worten, die übersetzt nicht doppeldeutig sind. Von Reimen ganz zu schweigen.

Eden Finleys Bücher sind gespickt mit Wortspielen. Beim Lesen hatte ich immer gleichzeitig ein erfreutes Grinsen im Gesicht – und wollte mir die Haare raufen: Für Übersetzer sind Wortspiele eine echte Herausforderung. Mit etwas Glück und Fantasie fällt einem schon beim Lesen eine ebenso gewitzte Formulierung in der Zielsprache ein, dann heißt es: Schnell aufschreiben, bevor man sie vergisst. Aber was, wenn nicht? Für den Umgang mit den ganz kniffligen Stellen habe ich mir drei Strategien zurechtgelegt: Den Hefeteig, die Gesprächstherapie und die Beerdigung.

Der erste, wichtigste Weg ist die Hefeteig-Strategie: Man lasse den Text an einem warmen Ort zugedeckt ruhen, knete ihn kräftig durch, und bearbeite ihn dann erneut. Manchmal braucht der Geistesblitz einfach eine Weile, bis er sich einstellt. Ich markiere mir Textstellen, die mir Schwierigkeiten machen und füge einen Kommentar hinzu. Oft übersetze ich die Stelle mit einem Platzhalter – einer Übersetzung, die mir nicht wirklich gefällt, aber zumindest die Lücke füllt. Später knöpfe ich mir die Textstelle nochmal vor, einschließlich des Absatzes davor und dahinter, und mit etwas Abstand fällt mir häufig etwas Passendes ein.

Falls nicht, dann rede ich darüber. Nicht unbedingt mit meinem Therapeuten – aber mit meinem besten Freund, meiner Mutter, meiner Lieblingskollegin. Ich tausche mich mit meiner Lektorin und meiner Verlegerin über die Stellen aus, an denen ich verzweifle, oder bespreche sie mit meinem wundervollen Ehemann, der mir schon ein paar Mal mit seinem ganz eigenen Witz die zündende Idee für das passende Wortspiel geliefert hat. Wenn man über etwas spricht, muss man zwangsläufig Worte dafür finden, und so stolpert man oft ganz beiläufig über die perfekte Formulierung.

Nur ganz selten muss ich mit Trauermiene meine Hoffnung begraben, die spritzige Leichtfüßigkeit des Ausgangstextes eins-zu-eins in den Zieltext transportieren zu können. Bevor ein Witz zum sprachlichen Äquivalent einen untalentierten Clowns wird, beerdige ich ihn lieber. Eine gute Übersetzung sollte sich lesen, als sei der Text in der Zielsprache verfasst worden, soll fließen, soll den Leser in die Geschichte eintauchen lassen. Und ihn nicht etwa mit steifen, erzwungenen Formulierungen aus der Geschichte herausreißen.

Wenn alle meine Strategien aufgehen, ist das Ergebnis ein Text, der dem Leser der Übersetzung dasselbe Lächeln ins Gesicht zaubert wie dem Leser des Originals – und der den Charakteren und dem Erzählstil des Autors gerecht wird.

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Eure Fragen an unsere Übersetzerin Anne Sommerfeld!

Sweetgayromance: Keine Frage, aber ein mega dickes, fettes DANKE für die tolle Übersetzung.

Ich freue mich sehr, dass dir die Übersetzung gefallen hat. So ein Lob hört man gern <3

Julisbooksandteas: Wie bist du zu dem Beruf gekommen?

Zum Beruf der Übersetzerin bin ich durch ein Verlags-Praktikum während meines Germanistikstudiums gekommen. Ich hatte das große Glück, in einem Kleinverlag arbeiten zu dürfen und dadurch nicht nur einen bestimmten Bearbeitungsbereich kennenzulernen, sondern mich in allem ausprobieren zu dürfen. Das Übersetzen hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich dabei geblieben bin und seitdem viele tolle Romane übersetzen durfte.

Schokoaekx: An welcher Stelle musstest du (besonders) laut lachen? [ ACHTUNG: Spoileralarm Wesley! ]

Nun, ich glaube, dass wir bei Wesley alle an derselben Stelle gelacht haben: Als Leo in diesen ultraknappen Shorts auftaucht und Wesley und Danny, die beide undercover sind, Getränke servieren muss. Das Bild in meinem Kopf war einfach zu komisch, vor allem, da ihn die anderen danach nur noch Big Daddy nennen. Wirklich urkomisch!

Besonders Spaß macht es, mit Sprache zu spielen, herauszufinden, welche Kombinationen/Witze/Redewendungen/etc. im Deutschen funktionieren und Lösungen zu finden, sollte es mal etwas kniffliger sein. Ein besonderes Lob muss ich an dieser Stelle auch meiner Lektorin Annika aussprechen, die immer mit Argusaugen darauf achtet, ob ich auch wirklich alles richtig gemacht habe Zum Beruf des Übersetzers gehört es nicht nur, den Text einfach ins Deutsche zu übertragen. Ihr ahnt ja gar nicht, wie oft ich recherchieren muss (mein Browserverlauf ist ein wahres Fest), sei es, um die Wirkung von Medikamenten zu überprüfen, historische Daten/Fakten zu checken, mir Blumenbilder auf Google anzusehen oder herauszufinden, wie ein Kampfeinsatz in Afghanistan abläuft. Besonders witzig wird es, wenn man allein im Büro vor seinem Computer sitzt, sich die Nase zuhält und einen Satz laut ausspricht, um herauszufinden, wie man sich mit einer gebrochenen Nase anhört und diese Worte am besten verschriftlichen kann. Ihr seht also, dass der Beruf definitiv nicht langweilig und unglaublich vielseitig ist.

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Nach welchen Kriterien vergeben wir Rezensionsexemplare?

Viele von euch interessieren sich dafür, Rezensionsexemplare von Second Chances Verlag zu erhalten, um die Bücher zu lesen und zu besprechen. Nicht immer kann jede/r ein Rezensionsexemplar erhalten. Nach welchen Kriterien ich, Daniela, aussuche, verrate ich euch heute.

Je nach Titel darf ich unterschiedlich viele Rezensionsexemplare vergeben. Mal sind es zehn oder fünfzehn, bei einem späteren Band einer Reihe können es aber auch schon mal nur fünf sein. Das bedeutet, dass ich meist mehr Bewerber als Bücher habe und auswählen muss.

  1. Hat die Person schon andere Titel von uns rezensiert?

Wir sind sehr froh über unsere erfahrenen, zuverlässigen Rezensentinnen und Rezensenten, freuen uns aber auch über Neulinge. Dann werfe ich einen Blick auf das Blog, die Facebookseite oder den Instagramaccount oder schaue mir alte Rezensionen auf Amazon, Lovelybooks und Co. an und versuche, mir einen Eindruck zu verschaffen.

Strotzen die Texte vor Rechtschreibfehlern? Ist das Blog nagelneu und es gibt noch keine einzige Rezension? Hat der Insta-Account erst drei Follower? Dann ist das eher schlecht. Followerzahlen sind für uns nicht alles, aber ein paar Leute möchten wir schon erreichen.

Ein Tipp für Nachwuchs-Rezensentinnen und -Rezensenten: Besprecht erst einmal einige Bücher aus eurem Bestand, bevor ihr euch bei einem Verlag bewerbt. Dann kann man sehen, wie ihr schreibt, auf was ihr achtet, auch, ob ihr euch Mühe gebt.

  1. Die Person hat schon einen oder mehrere Titel von uns besprochen

– Zeit

Wir wünschen uns Rezensionen, die relativ nah am Erscheinungstermin liegen, weil das unseren Büchern hilft, sichtbar zu werden. Innerhalb eines Monats nach dem ET ist gut. Das klappt natürlich nicht immer und wenn uns dann jemand schreibt, dass Krankheit, Umzug, Homeschooling oder was auch immer einen Strich durch die Planung gemacht hat – alles gut. Wenn es aber immer mehrere Monate dauert, werde ich lieber jemand anderes aussuchen.

Übrigens ist es kein Problem, wenn ihr mal mit einem Titel gar nicht zurechtkommt. Es kann vorkommen, dass man etwas anderes erwartet hat oder mit dem Stil eines Autors oder einer Autorin gar nicht zurechtkommt. Dann sagt bitte kurz Bescheid. Niemand dreht euch einen Strick daraus.

– Qualität

Manche Rezensentinnen und Rezensenten geben sich viel Mühe. Sie erläutern den Inhalt, ohne zu spoilern, erklären, was ihnen besonders gut gefallen hat und was weniger. Sie gehen auf die Charaktere ein, sagen etwas zum Stil oder zur Sprache und ziehen am Schluss ein Fazit. Andere schreiben Dinge wie „Das Buch war wieder toll“ oder „Ich war nicht ganz so begeistert wie vom letzten Band, wurde aber ganz gut unterhalten“ – und das war es. Das ist schade, weil das den Lesern der Rezensionen bei ihrer Entscheidung, ob sie das Buch kaufen sollen, nicht wirklich weiterhilft.

Natürlich kommt es auch auf die Plattform an. Eine Rezension bei Amazon muss nicht so ausführlich sein wie in einem Blog und der Aufbau auf Instagram sieht noch einmal anders aus. Aber mehr als ein mehr oder weniger begeistertes Fazit sollte schon sein. Verratet, warum ihr das Buch toll fandet oder was euch gestört hat!

Es ist übrigens kein Problem, wenn ihr mal nicht so begeistert von einem Buch seid. Natürlich erhoffen wir uns gute Rezensionen, klar. Wenn aber die Kritik ordentlich begründet wird, ist alles in Ordnung. Ein hingeworfenes „Das war das bescheuertste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe, deswegen nur 1 Stern“ überzeugt uns dagegen nicht.

 – Rechtschreibung

Niemand erwartet, dass ihr ein wandelnder Duden seid. Fehler passieren. Aber vielleicht lest ihr den Text doch besser noch einmal durch, bevor ihr ihn veröffentlicht. Achtet bitte besonders auf den Titel, den Autorennamen, den Verlagsnamen und die Namen der Charaktere – bei solchen Fehlern zucken wir doch immer ein bisschen zusammen.

Ihr schreibt pünktliche und ausführliche Rezensionen, habt aber trotzdem euer Wunschbuch nicht bekommen?

Wenn sehr viele Interesse an einem Buch haben, kann es sein, dass ich euch trotzdem absagen muss. Dann gebe ich ein Buch vielleicht an jemanden, den ich schon bei einem anderen Buch nicht berücksichtigen konnte oder bei dem das letzte Rezensionsexemplar schon länger her ist als bei euch.

Ihr seht, es spielen viele Faktoren eine Rolle. Eine Absage muss überhaupt nichts mit der Qualität eurer Rezensionen zu tun haben, sondern kann einfach an der großen Menge an Bewerberinnen und Bewerbern liegen. Falls ihr nun aber das Gefühl haben solltet, dass ihr euch zuletzt vielleicht ein bisschen zu kurz gefasst habt etc., dann solltet ihr beim nächsten Mal auf diesen Punkt achten.